Das Mittelalter

Es ist sagenumwoben, es wird in vielen Orten und Städten gefeiert und es steht heute wie keine andere Epoche im Zusammenhang mit dem Honigwein: Das Mittelalter. Mit dem Niedergang der griechisch-römischen Antike sowie ihrer politischen und religiösen Strukturen entstieg Anfang des 6. Jahrhunderts eine neue Epoche der Weltgeschichte. Mit der Besiedlung des mitteleuropäischen Raums durch Germanen, Kelten, Romanen und Slawen und der anschließenden Christianisierung dieser Völker lässt sich das Mittelalter volkshistorisch zusammenfassen. Bis zum 15. und 16. wird es meist datiert. Nach dem Mittelalter kam die sogenannte Neuzeit.

 

Manchmal werden bestimmte Zeitabschnitte des Mittelalters als „dunkle Jahrhunderte“ bezeichnet. Diese Bezeichnung führte und führt nicht selten zu romantischen Anschauungen und zur Entwicklung von Mythen und Sagen rund um die Menschen und um andere Wesen dieser Zeit. Das Christentum löste zwar die paganen Religionen weitestgehend ab, doch die zahlreichen Göttersagen und viele weitere Geschichten überlebten. So wie auch das Getränk der nordischen Götter, der Met. Neben der mythisch-romantischen Bezeichnung, aus der auch schon viele Romane hervorgingen, beschreibt ein „dunkles Jahrhundert“ auch einen Zeitraum, aus dem es nur wenige Zeugnisse gibt. Ein schwarzer Fleck auf der Karte der Geschichte sozusagen.

 

Was aber überliefert wurde, kann man vielerorts auf Mittelaltermärkten und mittelalterlichen Festivals erleben. Die Besucher hüllen sich bei größeren Veranstaltungen in teils authentische, teils erfundene Gewänder und die Betreiber zeigen an aufwändig gestalteten Ständen und Orten Waren aus dem Mittelalter. Auch das damalige Handwerk wird mancherorts gezeigt. Wer nach einem Rundgang auf einem solchen Markt oder Festival genug Informationen und Güter erworben hat, lässt sich zu Speis und Trank nieder. Hier gehört er dann wieder dazu: Der Met, das Getränk, das von Kaiser Karl dem Großen noch im 8. und 9. Jahrhundert gepriesen und gefördert wurde, gab zwar im Laufe des Mittelalters seinen Stellenwert an Bier und Wein ab, erlebt aber heutzutage eine regelrechte Wiederauferstehung. Richtig so!

Im Mittelalter selbst feierte man eher das Christentum und seine Feste. Honigwein kam da eher weniger zum Einsatz. Man verstand die Epoche als christliches Zeitalter, an dessen Ende der Jüngste Tag stand. So wie auch die heutige Zeit sich entwickelt und wir fortleben, ohne zu wissen, was kommende Generationen von uns feiern werden, lebten die Menschen im Mittelalter ein vom Christentum und zum größten Teil auch von Feudalherren bestimmtes Leben. Was am meisten an diesem Zeitalter imponiert, ist wohl die einfache Lebensweise des Großteils der damaligen Bevölkerung Europas. Dieses einfach zu erlebende Glück lässt sich in kleiner sowie auch in großer Runde nachempfinden. Und dazu gehört eine schöne Flasche Honigwein vom Met Onkel.