Liebe im Mittelalter

Die Liebe im Mittelalter – oder auch „Minne“, wie sie damals genannt wurde – war ein heißes Eisen. Selten war sie so romantisch und überschwänglich wie sie in Minnegesängen beschrieben wurde. Zudem kam das Strenge Regelwerk der Kirche hinzu, das Annäherungen zwischen Männern und Frauen und Intimitäten vor der Ehe strikt untersagte. Es gab nicht nur die Auflage, vor der Ehe darauf zu verzichten, sondern auch Regeln für die Ausübung während der Ehe. Dabei stand das Vergnügen natürlich hinten an. Die Erzeugung von Nachkommen, bei der vor allem die Frau passiv zu sein und anschließend das Kind auszutragen hatte, war laut Kirche der prüde Hauptgrund dafür. Ob die Übertretung dieser Richtlinien – die recht häufig der Fall war – gänzlich auf Mut oder auf den Genuss von Bier und Met zurückzuführen ist, das ist nicht überliefert.

Die Ehe selbst wurde in allen Ständen meist von den Eltern arrangiert. Vor allem Mädchen hatten bei der Auswahl des Partners so gut wie kein Mitspracherecht. Die Überzeugung der Eltern, doch den Liebsten und nicht den Reichsten zu heiraten, ist dabei ein modernes und romantisches Märchengebilde. Die erstgeborenen einfacher Familien hatten dabei große Chancen zu heiraten. Sie
konnten noch die sogenannte Mitgift zahlen und erbten ohnehin den Besitz der Eltern. Weitere Söhne hatten erst wieder nach der Meisterausbildung in einem Handwerk eine richtige Chance zu
heiraten. Vorher konnten sie ihrer Frau nicht genug bieten. Bei ihnen stieg aber die Wahrscheinlichkeit, doch mit einer gewissen Zuneigung, wenn nicht gar mit Liebe, in die Ehe zu gehen.

In der Ehe selbst wurde dann oft aus der vermeintlichen Liebe auch Leben. Die Familienplanung war nicht wirklich eine Planung, da es keine richtigen Verhütungsmethoden gab. So war die Frau sehr oft schwanger und vor allem in den bäuerlichen Familien konnte es vorkommen, dass ein Haushalt bis zu zwölf Mal Zuwachs bekam. Aufgrund unzureichender Hygiene kamen dabei aber nicht alle Kinder über das Säuglingsalter hinaus. Wenn, dann mussten sie schon früh eine Hilfe für die Eltern sein. Die Söhne arbeiteten mit den Vätern auf den Feldern oder erlernten ihr Handwerk. Die Töchter halfen im Haushalt, beim Vieh und bei der Ernte.

Seit dem Mittelalter hat sich in Sachen Liebe und Ehe vieles verändert – hauptsächlich zum Positiven. Die Liebe des Met Onkels zum Honigwein ist auf dieser Webseite festgehalten und führt letztendlich dazu, dass Du hier eine große Auswahl an verschiedenen Sorten Honigwein findest. Wir sind sicher, dass auch Du Deine Lieblingssorte finden und lieben lernen wirst.