Das Thing

Das Thing – auch ting oder Ding genannt – war bei den alten Germanen, aber auch bei den Wikingern jene Volksversammlung, bei der Gesetze entschieden, aber vor allem auch angewandt wurden. An der extra dafür angelegten Thingstätte, welche sich meist ein Stück abseits des Dorfes auf einer Anhöhe oder unter einem signifikanten Baum befand, wurde das Thing abgehalten.

Das Thing fand also unter freiem Himmel statt. Es gab klare Regeln zum Ablauf dieser Veranstaltung, welche je nach Größe der Gemeinde und Anzahl der Ordnungspunkte mehrere Tage dauern konnte. Da das Thing immer draußen und nur am Tage veranstaltet wurde, entspringt aus dieser Art der Volksversammlung auch der Begriff „Tagung“. Zudem ergibt sich daraus der Sinn der Wendung „etwas vertagen“. Auch das Wort „dinglich“, welches so viel wie „das Gericht betreffend“ meint, entstand dem Thing und dessen Wortstamm.

Es verhielt sich mit dem Thing also ähnlich wie mit dem Honigwein. Denn zum einen gibt es den Met als solchen, zum anderen aber auch Sorten des Honigweins, welche abgewandelt sind. So wie sich Wörter über die Jahre verändern, so erschuf auch der Met Onkel im Laufe der Zeit viele verschiedene und mit allerhand Geschmäckern erfüllte Honigweine. Und so wie der Met Onkel ein Initiator des guten Geschmacks ist, so gab beim Thing auch einen Initiator bzw. einen Vorsteher und Veranstaltungsleiter.

Meist war es das Oberhaupt des Stammes oder der Sippe bzw. der König eines Gebiets, der dem Thing vorstand. Nach den Beschreibungen des römischen Historikers Publius Cornelius Tacitus wurde der erste Tag des Things für die Besprechung von politischen und militärischen Angelegenheiten genutzt. Dabei soll viel Alkohol geflossen sein – sicherlich hat der Met genannte Honigwein dabei keine untergeordnete Rolle gespielt. Aber erst am zweiten Tag, wenn alle wieder nüchtern waren, wurden die entsprechenden Beschlüsse gefasst.

Zwischen den einzelnen Thing-Veranstaltungen konnten Monate oder sogar Jahre liegen. Die Termine wurden nach Mondphasen entschieden. Im Falle eines Krieges konnten die Versammlungen auch außerhalb des Plans stattfinden. Auch wenn ein Fall der Rechtsprechung der Dringlichkeit bedurfte, konnte das nächste Thing vorgezogen werden. Nicht zuletzt war die Veranstaltung auch ein kulturelles Ereignis, da Jungen im gewissen Alter im Rahmen des Things als Männer bestätigt und in die Versammlung aufgenommen wurden. Sicherlich gab es dazu auch einen Schluck Honigwein.

Ob Thing oder einfach nur eine Gartenparty: Heutzutage kann man den Honigwein vom Met Onkel jederzeit und zu den verschiedensten Anlässen genießen. Natürlich kann er in gewissen Mengen – wie damals zur Diskussion von bestimmten Themen – auch zu einer „freien Zunge“ führen. Im Met Onkel Shop gibt es die verschiedensten Sorten.