Die Sesshaftigkeit im Verlauf des Mittelalters

Die germanischen Stämme wurden durch die Entstehung des Ackerbaus sesshaft. Bis zur Ansiedlung an bestimmten strategisch wichtigen Punkten und bis zur Gründung von Städten dauerte es aber noch einige Jahrhunderte – zumindest in weiten Teilen des einst germanischen Gebiets Europas. Denn auch wenn frühe Germanen schon Häuser und Höfe errichteten, so waren diese Holzkonstruktionen meist sehr anfällig für Feuchtigkeit und damit für Fäulnis. Ein Haus bestand damit meist nur eine Generation lang. War der Boden der dazugehörigen Landscholle danach noch fruchtbar, wurde ein neues Haus gebaut. War der Boden ausgelaugt, so zogen die Bauern weiter.

Der Honig für den Honigwein wurde in dieser Zeit noch aus den Stöcken wilder Bienen gewonnen. Imkereien und Siedereien für Honigwein (oder „Met“) wurden erst mit der dauernden Sesshaftigkeit gegründet. Damit wurde auch erst mit Siedlungen und Städten der Honigwein das Volksgetränk Nummer eins – bevor er vom Bier abgelöst wurde. Seit ein paar Jahrzehnten erfährt er ein Comeback und kann in verschiedenen Formen im Shop des Met Onkels bestellt werden. Häufigere Besuche beim Met Onkel lohnen sich, da es immer zu Angeboten von neuen Honigwein-Kreationen kommen kann.

Mit der steigenden Sesshaftigkeit, die durch die Wiederbevölkerung alter Römerstädte, aufkommende Handelswege bzw. deren Kreuzungen und mit der Christianisierung und damit einhergehenden Klostergründungen kam, entwickelten sich zwei recht unterschiedliche Arten von Siedlungen: Dörfer und Städte.

Die Großzahl der Menschen im Mittelalter lebte auf dem Land. Dabei waren die Häuser meist dem Klima angepasst. Im Inland und fern von den Küsten waren die Häuser meist aus Holz, teils auch aus Stroh und Lehm. Häuser in regenreichen Gebieten oder solche, die am Meer standen, waren meist aus Steinen erbaut. Eine Ausnahme bilden die reetgedeckten Häuser aus Lehm im Norden. In den Dörfern lebten meist nur Bauern, aber auch die Landherren, welchem die Bauern unterstanden.

Städte waren hingegen kleine geschlossene Systeme, die komplexer funktionierten als Dörfer. Die Stadtmauer begrenzte eine Stadt, die Häuser standen näher und dazwischen gab es enge Gassen anstatt weite Straßen. Zudem gab es große Gebäude der Herrscher und der Kirche; überdies einen Marktplatz für den Handel. Um ihr Leben zu verbessern, flüchteten Bauern im Hochmittelalter vom Land in die großen Städte, wo sie ein Jahr als unfrei angesehen, danach aber als Arbeiter angesehen wurden – ein besserer Status denn als Bauer in einem Dorf.

Der Met Onkel wäre damals ein hochangesehener Metsieder in einer Stadt gewesen und hätte nur den feinsten Honigwein für den Adel hergestellt. Nun ist der Met Onkel tatsächlich ein Hersteller und auch ein Verkäufer für feinen Honigwein – dank des Internets aber für jedermann!