Runen

Als Runen bezeichnet man jene Schriftzeichen, die von verschiedenen Völkern im germanischen Raum genutzt wurden. Es wird davon ausgegangen, dass die Runen von anderen Schriften und Zeichen abstammen. Dafür spricht die Ähnlichkeit einiger lateinischer Buchstaben mit den entsprechenden lautgleichen oder lautähnlichen Runen. Aber auch andere Alphabete neben dem lateinischen, zum Beispiel das griechische, können als Quellen gedient haben. Es ist also genau wie mit dem Honigwein des Met Onkels: Zwar entspringt er den alten Traditionen zur Herstellung des Honigweins, jedoch vermag der Met Onkel durch neue Ideen immer wieder Einzigartiges zu erschaffen.

Die Runen des Runen-Alphabets sind aus drei Hauptteilen in jeweils veränderlicher Anzahl gebildet. Die einzelne Rune besteht nämlich aus einem oder mehreren Stäben „|“, dazu aus einem oder mehreren Zweigen „/“ bzw. „\“ und überdies aus Haken „<“, „^“, „v“ oder „>“. Der Stab ist dabei immer ein gerade und vertikal verlaufender Strich, bei den Zweigen und Haken können auch geschwungene Formen auftreten. Einige Runen setzten sich nur aus zwei der genannten Bestandteile oder aus mehreren Arten eines Bestandteils zusammen.

Vor der Zeit der Wikinger gab es Runen-Schriftstücke, die von links nach rechts, aber auch solche, die von rechts nach links geschrieben wurden. Mit dem Aufkommen der Wikinger hat sich allerdings das rechtsläufige Schreiben für die Runen durchgesetzt. Unklar ist neben der horizontalen Schreibrichtung allerdings die Rolle der auf dem Kopf stehenden Runen. Es ist nicht einwandfrei geklärt, ob diese eine spezielle Bedeutung hatten. Runen-Namen und deren Lautschrift wurden zudem erst ab dem 8. Jahrhundert festgehalten. Eine Rune wurde dabei mit einem Wort benannt, das mit ihr beginnt. „fehu“ ist zum Beispiel der Name der f-Rune, heißt aber auch „Besitz“ oder „Vieh“.

Neben all dem Wissen, welches schon zu den Runen besteht, so haben sie sich doch etwas Magisches oder zumindest etwas Rätselhaftes erhalten. Die sogenannten „alu-Inschriften“ finden sich zum Beispiel auf Urnen und Goldblechen, die als Schmuck dienten. Über die Bedeutung der drei Runen, welche das Wort „alu“ formen wurde lange spekuliert. Bedeutungen wie „Schutz“ oder „Verzauberung“ wurden hineininterpretiert. Sprachhistorisch wurde aus „alu“ aber vermutlich das altnordische Wort „öl“, welches im Schwedischen heute für „Bier“ steht, früher auch für „Honigwein“. Im Altpreußischen wurde „alu“ auch als Bezeichnung für den Met genannten Honigwein benutzt.

Wie man es dreht und wendet, eins ist sicher: Heute versteht jeder im hiesigen Kulturkreis die Worte Met und Honigwein, ob gesprochen oder geschrieben. Und so kann der Met Onkel seinen Honigwein auch jedem, der den Met Onkel Shop besucht, anbieten. Eindeutig und gut beschrieben.