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Wili und Wê – Brüder und Verkörperungen Odins

Aus dem rohen und naturnahen Geschlecht der Riesen gingen mit Odin, Wili und Wê die ersten Asen hervor. Diesen dreien wird die Erschaffung der Welt nachgesagt, wenn auch auf unterschiedlichen Wegen. Sicher ist aber, dass Wili und Wê fast ausschließlich zusammen genannt werden. Manchmal nehmen sie auch Aufgaben in Angriff, bei denen Odin nicht beteiligt ist, oder ersetzen ihn sogar. In späteren Ausführungen gehen Wili und Wê allerdings verloren und ihre Eigenschaften gehen auf Odin über. Damit lassen sich auch die beiden Brüder, wie die Söhne des obersten Gottes der germanisch-nordischen Mythologie, als Metaphern für die umfassenden Fähigkeiten und Wirkungsbereiche Odins zählen.

Im Hinblick auf die Erschaffung der Erde gibt es zwei Versionen, von denen aber beide den drei Brüdern Odin, Wili und Wê diese Aufgabe zuteilen. Zum einen wird der Mord an Ymir, dem ersten Lebewesen, dem ersten Riesen und dem Urvater aller Geschlechter, thematisiert. Sein Blut zieht, einer Sintflut gleich, alle Reif-Riesen bis auf zwei in den Tod. Danach schaffen die drei Brüder aus Ymirs Überresten die Welt. Zum anderen wird berichtet, dass die drei Brüder die Erde wie einen Felsen oder eine Insel aus dem Ginnungagap heben, dem Abgrund, der vor allem anderen da war und aus dem Leben und Erde geworden sind.

Die Schaffung bzw. das Werden der Welt ist im Grunde auch schon die größte Aufgabe, an der die beiden Brüder Odins mitgewirkt haben. Und auch sonst werden sie nicht ohne den Bezug auf ihren Bruder in Aktion gesetzt. Das wohl unabhängigste – wenn auch im Bezug zum Bruder stattfindende – Vorgehen war die versuchte Machtübernahme von Wili und Wê während einer längeren Abwesenheit / Verbannung Odins. Diese Art der Übernahme von Aufgaben der Älteren, wenn diese (augenscheinlich) aus dem Weg geräumt sind, findet sich in vielen weiteren Mythologien und Religionen. Gleiches lässt sich von der Dreifaltigkeit sagen, die aus den Brüdern hervorgeht.

Wili und Wê sind größtenteils vergessen und nicht in vielen Dingen von Bedeutung. Odin, dem weisen Herrscher über Walhall, Weisheit, Dichtung, Krieg, Luft und Wasser (etc.), wird dabei zu Recht mehr Aufmerksamkeit zuteil. Nicht zuletzt sorgen er und Thor für den Ackerbau und gemeinsam mit den Elben für eine blühende Natur, aus welcher der Rohstoff für den Honigwein des Met Onkels hervorgeht. Blütennektar, den die Bienen verarbeiten, sorgt für leckeren Met. In vielen Rezepten weiß der Met Onkel den Honigwein auch noch mit weiteren Gaben der Natur zu verfeinern. Der Online Shop ist 24 Stunden geöffnet. Dort könnt ihr den wohlschmeckenden Met kaufen.

Weitere Betrachtungen zu Odin – Teil III

In den letzten Betrachtungen haben wir Odin bereits als Gott der Weisheit und des Kampfes kennengelernt. In weiteren Texten haben wir uns auch schon seinen Wegen zur Erlangung von noch mehr Wissen gewidmet. Wir lernten seine göttlichen und auch seine tierischen Begleiter kennen. Nun wollen wir uns aber einem weiteren Wesenszug Odins zuwenden. Denn neben der Weisheit, Dichtung und Philosophie sowie dem Kampfe, so ist er auch ein Gott der Luft und des Windes sowie des Wassers. Bei Bauern und Schifffahrern wird Odin damit – genauso wie bei Kriegern und Weisen – als heilspendende Gottheit angesehen und verehrt.

Seine vielen Aufgaben, die unzähligen Bereiche der Natur und des Lebens, die ihm zugeschrieben werden, haben Odin auch viele Namen eingebracht. Und auch er selbst, so geben es die Göttersagen wieder, strebte nach verschiedenen Namen – nicht zuletzt, da er unerkannt unter den verschiedensten Völkern wandeln wollte. So kam es, dass Odin zuweilen bis zu 200 verschiedene Namen trug. Allein in der Edda, der altisländischen Lieder- und Gedichte-Sammlung, finden sich 75 Namen für den Vater der Asen. Ein Name, den er bekam und trug, war „Hnikar“. Diesen Namen bekam er von den Seeleuten, die ihn als Wassergott verehrten. Eine Rolle, die aus seinem Luft-Wesen hervorging. Aus dem Segeltreiber wurde der Schutzherr über Besatzung und Fracht.

Durch die Fracht wurde er zudem der Gott der Kaufleute. Und immer so weiter. Letztendlich kann man ihn auch als Gott des Honigweines, des Mets ansehen. Kommt man auf das Germanische und die Götter zu sprechen, so enden die Gespräche nicht selten beim Met. Vielleicht haben sie auch bei einem Gläschen oder einer Flasche Honigwein angefangen. Das kann gerne sein; und beim Met Onkel ist für solche Gespräche auch immer Nachschub vorhanden. Dafür danken wir Odin, dem fast allumfassenden Gott, der auch unsere Abfüllanlagen beschützt.

Und auch wer sich gerade etwas wünscht (eine Flasche Met kaufen etwa) sollte Odin gedenken. Vom Gott des Wunsch-Windes der Seefahrer wurde er nämlich auch der Wunsch-Gott „Oski“. Vor allem die Südgermanen pflegten es, Wünsche zu personifizieren. So war das Wünschen an sich vielmehr eine Art Gebet, eine Anrufung eines höheren Geistes, der das Erhoffte und Erbetene möglich machen sollte. Wie gesagt: Odin hatte viele Aufgaben und wurde damit zu einem hochangesehen und heute neben Thor zum bekanntesten Gott der Germanen – oder wie man auch gern sagt: der Wikinger. Und wo wir gerade dabei sind. Auch zu Thor gibt es weitere Betrachtungen.

Weitere Betrachtungen zu Odin – Teil II

Odin ist nach der germanischen Götter- und Sagenwelt ein rastloser Geist. Während die Götter neben und unter ihm oft nur im Moment verweilen und sich weder um Vergangenes, noch um Zukünftiges scheren, so treibt es Odin stets um. Er ersieht nicht zuletzt auch Ragnarök, die letzte Schlacht – der Grund, aus dem er Kriege auf der Erde sät, aus denen seine Einheriar, seine Schreckenskämpfer, mit denen er Walhall füllt, hervorgehen. Er nimmt zahlreiche Opfer auf sich, gibt sogar eines seiner Augen, um immer mehr Weisheit anzusammeln. Aus diesem Wissensdrang geht Odin als Gott hervor, der nicht zuletzt auch Gott der Dichtung ist.

Dabei war es auch schon den Germanen wohl bekannt, dass die Dichtung, dass ihr Grundgedanke oft aus starken Gefühlen hervorgeht. So wie die Dichtung dem Lesenden und Hörenden einige Emotionen abverlangen kann, so gilt dies auch für ihren Entstehungsprozess. Odin wusste dies den Sagen nach auch. Er war auch nicht selten der Grund für anderer Wesen Gram. So liebte er einmal die Riesen-Tochter Gunnlöd, nur um an den Met der Dichtung heranzukommen, den sie verwahrte und bewachte. Der Met der Dichtung war aus dem Blut des Zwerges Kwâsir gemacht – einem weisen, fast allwissenden Zwerg, der auf jede Frage eine Antwort kannte. Nachdem Odin sich diesen Trank einverleibt hatte, entschwand er in Gestalt eines Adlers.

Gunnlöd wartete lange auf seine Rückkehr und grämte sich dabei arg. Auch Odin ließ die Geschichte nicht unbewegt. Dennoch brachte er – gestärkt durch den Trank der Weisheit – die Dichtkunst nach Walhall. Aus seinen Erzählungen von Gunnlöd, der Zeit mit ihr und seiner Tat ging Odin als erster Dichter der Welt hervor. Somit bekam diese Kunst etwas Göttliches.

Es ist auch eine weitere Metapher, die zeigt, dass ein Dichter trunken ist, wenn er Großes schafft: entweder an Gefühlen, an einer großen Idee, an Honigwein oder an einer Mischung aus allem. Auch konnte und kann man trunken an Weisheit sein, die Dichtung galt im germanischen Glauben sogar als die „höchste Weisheit“; nach dem Motto „Wahre Schönheit ist schöne Wahrheit“. Nach seiner Wiederkehr bezeichnet Odin das Getränk aus Gunnlöds Kammer zudem als „Odrörir“, als Geistrührer.

Durch das Göttliche im Handwerk, das mit Worten schmiedet, erlangten die Dichter in den germanischen Völkern einen hohen Rang. Dichtende Adlige waren hochangesehene Leute. Und eine Schmäh-Dichtung für einen Feind, in der er auch noch verhöhnt wurde, kam nicht selten einem Schlag ins Gesicht, ja fast einer Kriegserklärung gleich. Und so hatte auch in diesem Sinne Odin seine Macht ausgespielt.

Weitere Betrachtungen zu Odin – Teil I

Odin, der auch Wotan genannte Göttervater der Asen – zu diesem Gott aller Götter des germanischen Glaubens bzw. der germanischen Sagenwelt haben wir bereits einen allgemeinen und stark zusammenfassenden Text veröffentlicht. Zu Odin gibt es aber noch so viel mehr zu sagen. Auch was den Met angeht. Denn auch wenn dieser heute als Honigwein bekannt und beliebt ist (vor allem jener vom Met Onkel), so war der Honig nicht immer der Ausgangsstoff für das leckere Getränk. Aber dazu später mehr. Wir wollen uns Odin chronologisch widmen, oder es zumindest versuchen. Deshalb hier der erste Teil einer weiteren Betrachtung des germanischen / nordischen Göttervaters.

Odin ist mitnichten einfach nur der oberste Gott, dem griechischen Zeus ähnlich, und unter ihm stehen auch nicht einfach nur weitere Gottheiten, denen Aufgaben zugesagt sind. Die Asen sind vielmehr ein Geflecht – und wo einige Quellen von Brüdern oder Söhnen Odins sprechen, welche spezielle Charakterzüge haben, so meinen andere Quellen, dass diese Götter nur Abbilder Odins sind, abgespaltene Seiten Wotans, die seine allumfassende Macht und seine Wissbegierde verdeutlichen und veranschaulichen sollen. Denn wissbegierig ist er, der Gott der Weisheit und der Philosophie. Vielmehr noch ist er aber auch der Gott der Dichtung – der höchsten und heiligsten Kunst bzw. dem hoch angesehenen Handwerk – sowie der Gott des Wassers und des Lufthauchs. Letzteres zusammen machte ihn durch die Seefahrt auch zum Gott des Handels.

Neben all diesen edlen Zuschreibungen ist Odin aber auch ein Gott des Kampfes und vor allem des Sieges. Er nutzt sein Wissen und seine Beobachtungen der Menschen, um zuweilen Zwietracht unter ihnen zu säen. Mit ausgeklügelten Intrigen und Anfeindungen sorgt er für Kriege. Aber nicht um der Kriege willen, sondern damit starke Kämpfer in ihnen fallen und anschließend nach Walhall kommen. Denn für die letzte Schlacht, für Ragnarök, benötigt Odin ein großes Heer an Kriegern. Für Odin ist der Kampf auf Erden also sowohl ein schlechtes als auch ein rechtes Mittel zum Zweck. Genauso wie ihm der Betrug von Menschen, Riesen, Elben und anderen Wesen immer recht und schlecht war, um an Weisheit zu gelangen.

Ein Beispiel: Einst suchte Odin in Verkleidung Gunnlöd auf, die Tochter des Riesen Suttung. Er gewann ihr Herz und blieb drei Tage und Nächte bei ihr – das alles mit dem Ziel, den Met der Dichtung, welcher aus dem Blut des Zwergen Kwâsir gemacht und Gunnlöd in Verwahrung gegeben wurde, zu trinken. Es gelang ihm. Und kurz danach entschwand er in Gestalt eines Adlers.

Weitere Betrachtungen zu Thor

Thor, in nordischer Schreibweise Thôrr, auch Donar genannt, ist vor allem als Donnergott bekannt. Auch als Krieger wird er oft erwähnt. Mit seinem Blitze spuckenden Kriegshammer Mjölnir kämpft er nicht zuletzt gegen Riesen und die Midgardschlange. Überdies ist Thor durch seinen Status als Gewitter-Gott aber auch eine Gottheit der Bauern und des Ackerbaus – das macht ihn, durch die stete Weiterentwicklung dieses Wirtschaftszweigs, aber auch zum Gott des Fortschritts. Damit ist er seinem Vater, Odin, sehr nahe. Dieser ist unter anderem der Gott der Weisheit, des Krieges, der Luft und des Wassers. Thor kann damit auch als eine Seite Odins angesehen werden, die sich aber im Laufe der Zeit als eigenständiger Gott behaupten konnte.

Aber warum ist der meist – und nicht zuletzt durch neue Comic-Verfilmungen – als Donner- und Kriegsgott angesehene Thor ein Schutzheiliger des Ackerbaus? Zerstören nicht Sturm, Hagel und Blitze die Felder und Häuser sowie die Saat und den metallenen Pflug? Nun, nur wenn man es so sehen will. In Thor jedoch steckt die Kraft des guten und zuträglichen Gewitters. Die schlimmen Unwetter mit Regengüssen, die als Flut die Herden davonschwemmen, sind eher das Werk von „Thrymr“, einem Hagel- und Sturmgott, der dem alten Riesengeschlecht entstammt.

Thor schickt keinen eisigen Hagel, er schickt einen warmen und sachten Sommerregen. Er zerschlägt die Saat nicht, er lässt sie aufquellen, sprießen und gedeihen. Zudem reinigt er die Luft mit seinen Wettern, sodass die Sprösslinge eine gute Atmosphäre zum Wachsen haben. Und nicht zuletzt kommt dies auch dem Met Onkel zugute. Denn der warme Sommerregen sorgt auch in Wald und Wiese für ein prächtiges Gedeihen. Die Blumen sprießen und die Bienen finden genügend Rohstoffe für ihren Honig, den Ausgangsstoff für Honigwein, kurzum: Met. Thor sei‘s gedankt, dass ihr heute Honigwein kaufen könnt!

Auch des Gottes Atem ist wichtig für die Früchte des Feldes. Denn das Gewitter bringt nicht selten eine drückende Wärme mit sich. Diese vertreibt Thor mit einem Luftzug. Damit wird die Luft wieder frisch. Mensch, Tier und Pflanze können sich erneuert dem Tagwerk hingeben und produktiv für die Gemeinschaft wirken.

Zuletzt ist es aber auch der Blitz, diese Urgewalt, die gemeinsam mit dem Sturm zuweilen Thors Wille und Werken ist. Denn nur durch diese Einwirkungen kann er Fels und Stein in urbaren Boden verwandeln. Thor besiegt durch gezielte Würfe mit seinem Hammer Mjölnir den Steinriesen und macht ihn zum Land der Menschen, zur weichen Scholle, die dem Leben auf der Erde eine Grundlage sein soll.

Die Rolle des Gottes Tyr in Mythologie und Sprache

So wie es in der griechischen Mythologie drei Hauptgötter oder zumindest drei sehr mächtige Götter gibt, nämlich Zeus, Hephaistos und Ares, so lässt sich dieses Dreigestirn auch in der nordisch-germanischen Mythologie wiedererkennen: und das in Odin, Thor und Tyr. So wie Thor, der Donnergott, ist aber auch Tyr, der Kriegsgott, nicht im Sinne des Wortes ein Sohn Odins. Sondern ein Wesenszug der obersten Gottheit. Die Darstellung als Kind, als physische Erweiterung sozusagen, ist somit als Metapher zu verstehen. Aber das trifft auf so vieles in der Mythologie zu, sogar auf den Met – handelt es sich doch nicht immer um Honigwein.

Im Genaueren erweist sich Tyr, der im Germanischen auch Ziu genannt wird, nicht als Kriegstreiber oder Planer, sondern vielmehr als Schwertgott, als Personifikation des Kampfes an sich. Die Rune, die für seinen Namen steht, gleicht – diesem Umstand zuträglich – einem Schwert. Sie wurde zuweilen sogar in Waffen gebrannt oder geritzt. Tyrs Rune galt nämlich auch als Symbol des Sieges. Und auch die Begriffe Zeter und das entsprechende Geschrei gehen auf den Namen Ziu zurück, sind damit also Anrufungen des Schwertgottes. Weiterhin ging „Ziu“ in den Namen des Tages Dienstag ein, wohingegen Wotan (Odin) den Mittwoch (englisch: Wednesday) und Donar (Thor) den Donnerstag formten.

Neben der göttlichen Erscheinung des Kampfes ist Tyr auch ein Gott des Mutes. Denn als der Fenriswolf, ein Sohn des Götterverräters Loki, festgehalten wird, ist er der einzige, der sich getraut ihn zu füttern. Schließlich sollte der Wolf auch angekettet werden, was in den ersten zwei Versuchen fehlschlug: der Fenriswolf musste sich nur strecken und die Ketten waren entzwei. Die dritte Fessel war aber ein von Zwergen gemachtes Zauberband, das umso fester wurde, je mehr sich der Wolf wehrte. Als es ihm angelegt wurde, verlangte er als Pfand dafür, dass keine Magie im Spiel war, die Hand eines Gottes in seinem Maul. Tyr war es, der diesen Pfand schließlich erbrachte. Er büßte die Hand ein, als der Fenriswolf merkte, dass er nun gefangen war, und zubiss.

Der Mythen und Sagen gibt es viele und über allem herrschen das Schicksal und die Aussicht auf Ragnarök. Denn dieses letzte große Ereignis wäre ohne den Fenriswolf gar nicht möglich, weshalb die Götter ihn wohl auch nicht umbrachten. Über das Für und Wider dieser Schicksalstreue lässt sich sicher gut bei einem Gläschen oder einer Flasche Honigwein vom Met Onkel debattieren. Wir freuen uns von den Ergebnissen der Diskussionen zu hören.

Die Walküren – die Heimbringerinnen der Gefallenen

Die Walküren sind Dienerinnen Odins und können gewissermaßen auch als seine Art der Nornen angesehen werden. Sie leiten die Geschicke im Kampf, wählen die Gefallenen aus, welche nach Walhall kommen sollen, und bringen sie auf ihren Rössern, die durch die Wolken reiten können, dorthin. Dabei sind sie Abbilder Freyas / Friggs (je nach Quelle) und dienen nach ihrem Vorbild. Die Anzahl der Walküren wird in unterschiedlichen Zahlen angegeben; mal sind es sechs, mal neun oder auch ein Dutzend. Neben der Heimbringung und Erweckung der Krieger haben sie auch Aufgaben in Walhall – zum Beispiel das Einschenken des Met.

Wohingegen Nornen die Geschicke der Welt, der Götter, der Menschen und aller anderen Wesen kennen und verlautbaren, so sind Walküren auf die Schlacht spezialisiert. Sie wachen in Odins Auftrag über den kriegerischen Handlungen und suchen all jene Gefallenen, die würdig des Kampfes in Ragnarök sind. Nach der Erweckung und Heimbringung der nun Einheriar genannten Krieger gehört deren Bewirtung in Walhall zu ihren Aufgaben. Am Tor der Heldenhalle bekommen die Einheriar von Freya (Frigg) ihr Trinkhorn, in das die Walküren dann Honigwein bzw. Met oder Äl (Bier) einschenken.

So wie die Walküren nach Odins Willen die Kämpfer auswählen, so hat Odin die Walküren ausgewählt. Es können der Sage nach auch Jungfrauen der Menschen, welche Odin und den Waffenstreit verehren, zu Walküren werden. Ihre oben benannten Rösser werden zudem nicht als stampfende Tiere beschrieben, sondern mehr den Wolken gleich. Sanft ziehen sie dahin und aus ihren Mähnen tropft der Tau, ganz so wie im Nebel oder wie bei einer Wolke. Durch die Wolkenrösser der Walküren sind auch sie als weitere Ausführung Odins zu sehen. Denn dessen Elemente sind die Luft und das Wasser. Zudem ist er der Kriegsgott schlechthin. Walküren sind damit die Wahl-Töchter Odins.

Neben den Rössern stehen den Walküren auch Schwanengewänder zur Verfügung, die sie noch schneller durch die Lüfte tragen. Schwanenringe führen zudem zur Verwandlung in einen Schwan. Den Sagen nach – und auch in den Nibelungen erwähnt – konnten Menschen die Walküren und ihre Geschicke in ihre Gewalt bringen, wenn sie ihnen diese Utensilien stahlen. Dies gelang zum Beispiel, wenn die Walküren ihre Schwanengewänder zum Baden ablegten. Vom Helden Agnar weiß die Sage zu berichten, dass er der Brunhilde das Gewand stehlen konnte. So konnte er sie zwingen, ihm im Kampfe siegen zu lassen statt seines Feindes Hjalmgunnar. Ihm hatte Odin vorher den Sieg verkündet – auch diese Geschichte begeht den Bruch mit dem über allem hängenden Schicksal.

Elben und Zwerge in der nordisch-germanischen Mythologie

Menschen und Götter sind sich in der Mythologie von der Gestalt her gesehen sehr ähnlich. Von den Mächten her sind sie aber grundverschieden. Wohingegen die Götter eine große Macht (im Christentum: die Allmacht eines Gottes) haben, da ist der Mensch auf Muskelkraft und Denkvermögen im Rahmen begrenzter Möglichkeiten angewiesen. Keine Zauberkraft, kein magisches Element hilft dem Menschen – außer wenn sich die Götter ihm erbarmen. Zwischen dieser großen und der nicht vorhandenen Macht bzw. der Abhängigkeit gibt es aber auch noch Wesen in den Sagen, die dazwischen stehen. Elben und Zwerge beispielsweise sind bei weitem nicht so mächtig wie Götter, aber sicher nicht so machtlos wie Menschen.

Dabei werden diese Mittelwesen in ihrer Gestalt oft verschieden beschrieben. Es gibt Sagen, da handelt es sich um Geister, die alle Dinge bewohnen – von der Erde, über den Wasserfall bis zum Lufthauch; vom kleinen Spross bis zum höchsten Baum; vom kleinen Kiesel bis zum höchsten Berg. In dieser Form geben sie das Lebendige der Natur wieder. In anderer, in wesenhafter Form allerdings kommen sie auch vor. Heute ist der Begriff „Wicht“ eher negativ oder zumindest spöttisch belastet, sowie zuweilen auch der Begriff „Zwerg“. Wobei es keine Anzeichen auf eine geringe Größe der Zwerge in der Mythologie gibt. Vielmehr werden Zwerge zuweilen mit Dunkelelben gleichgestellt.

Denn auch bei den Elben gibt es verschiedene, augenscheinlich ähnliche Klassen. So wie es Riesen, Menschen und Götter gibt, die im Aussehen und Wesen einige Züge teilen, so gibt es auch verschiedene, aber gleichartige Elben. Die Lichtelben sollen so zum Beispiel schöner und heller sein als die Sonne. Und die Dunkelelben werden als noch schwärzer denn Pech beschrieben. Das lässt aber nicht auf ihren Charakter schließen. Die Dunkelelben stehen oft unter dem Dienst der Götter, für die sie Zaubergerät und Waffen anfertigen. Sie unterstützen sie damit im Kampf gegen die Riesen.

Die Lichtelben wirken in der Natur, der sie Leben einhauchen. Sie brauen das Wetter und sorgen für das allgemeine Pflanzenwachstum. Aber auch unter der Erde walten sie und sorgen für metallenes Gestein, welches ihre Brüder, die Dunkelelben, verarbeiten können. Mit dem Dienst in der Natur helfen sie auch dem Met Onkel und allen, die gern Honigwein kaufen. Denn ohne Blüten, an denen Bienen naschen können, gäbe es keinen Honigwein, den der Met Onkel anbieten könnte. So danken wir nicht nur Odin und Thor, sondern auch den Elben für ihre Dienste in der Natur.

Mjöllnir als Symbol der Wikinger und Germanen

Mjöllnir, auch Mjölnir, ist der starke Eisenhammer Thors, mit dem er vornehmlich Riesen erschlägt und dabei den Blitz und den Donner schafft. Der Hammer macht Thor zu dem, was er ist, zum Gott des Gewitters. Mit den reinigenden und erfrischenden Eigenschaften des Gewitters wird Thor so auch zum Gott des Ackerbaus. Zudem sorgt ein guter Sommer mit reinigenden Gewittern für ein Gedeihen in Wald und Wiese. Dort sammeln die Bienen ihren Nektar, den der Met Onkel zu feinem Honigwein verarbeiten kann. Danke, Thor!

Mjöllnir steht in der nordisch-germanischen Mythologie als Symbol für Macht, Kraft und weitestgehend auch für die Unbesiegbarkeit. Der Hammer ist eine wichtige Waffe gegen die Riesen, also die rohen Gewalten der Natur. Um diese zu bezwingen braucht es also ein geschmiedetes Werkzeug, einen Hammer. Und geschmiedet wurde er von den zwei Zwergen (bzw. Dunkelelben) Brokkr und Sindri. Sie schmiedeten den eisernen Hammer aber nicht ohne ihn mit einem Zauber zu belegen. Denn wenn er geworfen wird, dann trifft er immer sein Ziel. Und er kommt auch immer zum Werfenden zurück. Der kurze Schaft des Hammers, sein einziges Manko, ist einer Fliege zuzuschreiben, die Brokkr in die Augen flog, weswegen er kurz den Blasebalg des Schmiedefeuers außer Acht ließ.

Letzteres kann als Metapher verstanden werden: Auch bei allem Wissen und bei der Verwendung von Zaubern zur Beherrschung der Natur, so sind es oft kleine Dinge, unberechnete Faktoren, die den Vorgang stören können. Kurzum: Der Teufel liegt im Detail und Kleinvieh macht auch Mist.

Mjöllnir als Symbol in Form einer grafischen Darstellung ist dem Met Onkel wohlbekannt. Nicht zuletzt auf den Flaschen des Honigwein enthaltenen Getränks „Thors Vermächtnis“ vom Met Onkel prangt der mächtige Hammer. Aber auch als Ásatrú-Symbol, also als Teil der Symbolik der Neuheiden tritt Mjöllnir oft in Erscheinung. Der Trend, den Hammer Thors als Kettenanhänger, Ohrring oder anderen Schmuck zu tragen, zeigt dies. Das Tragen Mjöllnirs versteht sich als Reaktion auf den christlichen Trend, das Jesuskreuz als Schmuckstück zu nutzen.

Eine solche Verbildlichung in nordischer und germanischer Zeit gibt es maximal in mittelalterlichen Zeichnungen und Malereien. Eine Rune, mit der Mjöllnir in Beziehung gesetzt wird, ist dementgegen bekannt. Es handelt sich um die Rune Thurisaz: . Ob Rune oder Bild – ihr könnt Thors Vermächtnis und auch anderen Met kaufen. Die Honigweine des Met Onkels sind ein erlebbares Symbol der Köstlichkeit. In Flaschen oder in Kanistern – Genuss verdoppelt sich, wenn man ihn teilt!

Die Entstehung der Erde und des Lebens im Germanischen Glauben

Der germanische Glaube, der Glaube um Göttergeschlechter, Riesen, über- und unterirdische sowie himmlische Welten, Honigwein und anderen Met – dieser Glaube ist weniger eine feste Religion, wies es etwa das Christentum ist. Vielmehr handelt es sich um eine Ansammlung von Sagen, in denen als Götter bezeichnete Geschlechter hervorgehen, die aber oft nur als Metapher für das stehen, was sich im irdischen Leben abspielt. Und so wie der Fortschritt der Erde und der Menschheit schon von jeher ersichtlich ist, so ist auch die Entstehung der Erde im germanischen Glauben eine Metapher für eben diesen. Denn es waren nicht die Götter, welche die Welt gemacht haben. Die Welt und aus ihnen die Götter haben sich entwickelt, sind besser gesagt: geworden.

Am Anfang war ein leerer, ja unendlicher Raum, der als Abgrund oder als gähnender Schlund verdeutlicht wurde. Aus bzw. in diesem Abgrund entstand die Welt; sie entwickelte sich in zwei Teilen, den Himmelsrichtungen Nord und Süd entsprechend. Erst bildete sich der Nordteil aus. Dort entstand Niflheim, auch Nebelheim genannt. Am Südende der Leere entstand dementgegen ein flammendes Land, das Muspelheim genannt wird. Aus dem nördlichen Nebelheim flossen nun zwölf Ströme, aus dem Brunnen Hwergelmir kommend, gen Süden. Aus der Vermengung von Eiseskälte und Hitze, aus dem dadurch aufkommenden Dunst entstand Ymir, auch Örgelmir genannt.

Ymir war ein Hrimthurse, ein Reif-Riese. Oder vielmehr war er der Vater aller Reif-Riesen. Söhne Ymirs sind unter anderem Wafthrudnir und Bergelmir. Ein weiteres Wesen, das neben Ymir entstand, war Audumbla, eine Kuh, von deren Milch sich Ymir ernährte. Die Kuh leckte an salzigen Eisblöcken und legte damit den Mann Buri frei, dessen Name „der Zeugende“ bedeutet. Sein Sohn heißt dementsprechend Bör, „der Geborene“. Bör nahm Bestla zur Frau, die Tochter des Riesen Bölthorn, dessen Name „Unheilsdorn“ bedeutet. Aus dieser Verbindung nun gehen drei Söhne hervor: Odin, Wili und Wê. Diese Geschichte darf man sich, wie einen guten Honigwein kaufen und auf der Zunge zergehen lassen. Denn sie bedeutet eins:

Die Götter und allem voran Odin, der den Met der Dichtung trank, gehen aus einem rohen Geschlecht, aus dem der Reif-Riesen hervor. Zumindest von der mütterlichen Seite fließt deren Blut in den Adern Odins. Dennoch verkörpert er die Entwicklung, die Geist-Werdung des fleischlichen Lebewesens. Durch die Suche nach Wissen und Antworten zeigt er als Metapher das Streben der Menschen durch Kunst, Kultur und Wissenschaft. So kann man es auch verstehen, wie aus dem natürlichen Honig der menschengemachte Honigwein, der Met hervorgeht.